Herren 50

H40 - TC Berge

von Christoph Heider

Spannender Tennis-Krimi mit erfolgreichem Ende für Halingen

Mit dem TC Berge kam am 15.8. der bislang noch ungeschlagene Tabellenzweite nach Halingen.

Auf Grund des Fehlens der Punktgaranten Franco Versino (Urlaub) und Dietmar Stolle (Verletzung) bestanden keine allzu großen Hoffnungen auf Zählbares.

 

Der Start der ersten drei Begegungen ließ bereits nichts Gutes erwarten: Rückstände in den ersten Sätzen auf allen Plätzen.

An Position 2 kämpte sich Ralf Diekmann in einem Linkshänderduell aber immer wieder heran, gewann in engem Tiebreak doch den ersten Satz und brauchte danach erst eine Verschnaufpause, die zum Verlust (3:6) des zweiten Satzes führte. Konzentriert auf den Match-Tiebreak konnte er mit einer taktischen Meisterleistung durch permanente Bälle in die Schwächen des Gegners mit 10:8 das Spiel für sich entscheiden.

Michael Herzig gelang keine Wende, so dass er sein Spiel nach 4:6 sogar 0:6 im zweiten Satz glatt abgab. Ihm gelang es leider wiederholt nicht, sein Potential, das er in jedem Training zeigt, in den Meisterschaftsspielen umzusetzen.

An Position 6 hatte Gunther es mit einer zusätzlichen Verstärkung des Berger Teams zu tun, die die Nummer 1 aus der Herren 30-Mannschaft (als Gastspieler mit Spielberechtigung in zwei Altersklassen) aufstellten. Einen 1:5 Rückstand drehte er im ersten Satz noch in einen Tiebreak-Gewinn, bevor er mit 4:6 den zweiten Satz dem Jüngeren überlassen musste. Willensstark mit starken Vorhandschlägen holte er den Match-Tiebreak mit 10:3 aber ebenfalls für Halingen ein.

 

In den folgenden drei Begegnungen kamen unter anderem die beiden 69-jährigen Cracks zum Einsatz, die sich überraschend ebenfalls gegen ihre viel jüngeren und bislang immer erfolgreichen Mescheder Gegner durchsetzen konnten.

Den einzigen Zweisatz-Sieg für Halingen an diesem Tag erzielte Gregor Tampier, dem es wie immer gelang, sein Spiel so zu variieren, dass sein Gegenüber daran verzweifelt. Mit 7:5 und 6:4 fuhr er bereits den dritten Sieg ein.

 

An Position 3 schien für Janos Toth zunächst nichts zu holen zu sein. Mit perfektem Tennis holte sich der Gastspieler glatt den ersten Satz (6:2). Seine konditionelle Überlegenheit, die konsequenten Schläge in die Schwächen des Bergers und unbedingter Siegeswillen führten aber zur Wende, so dass nach 6:4 im zweiten Satz mit 10:7 auch der Match-Tiebreak an Janos ging.

Damit war die Sensation des Tages nahezu perfekt.

Christoph Heider gelang dann der vierte Sieg in einem Match-Tiebreak an diesem Tag, was die Gastmannschaft endgültig frustrierte.

Auch er drehte den 2:4 Rückstand im ersten Satz in einen 6:4 Satzgewinn, konnte selbst seine 5:4-Führung im zweiten nicht zum frühen Erfolg zu Ende bringen. Nach 5:7 Satzverlust stand erneut ein Champions-Tiebreak auf dem Plan. Zur 9:6 Führung hätte nur noch ein Pünktchen gefehlt. Statt dessen musste er bei 9:10 selbt einen Matchball abgeben, bevor entscheidende Passierschläge ein glückliches 13:11 ergaben.

 

Der Gesamterfolg nach dem fünften Punkt war somit gesichert und die abschließenden Doppel für den Ausgang der Partie bedeutungslos.

Zwei der Gäste gaben dann auf, so dass nur noch die beiden ersten Doppel gespielt wurden.

Janos und Michael unterlagen 2:6, 6:7, während die nachgerückten Peter Adolphs und Ludger Kübber mit 1:6, 2:6 den kürzeren zogen.

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